Gewürze nicht in Herdnähe lagern
April 8, 2008
Gewürze sollten nicht in inem Schrank direkt über oder neben dem Herd gelagert werden, da sonst Wärme und Feuchtigkeit der Kochstelle ihr Aroma vermindern können. Am längsten bleiben Gewürze frisch und geschmackvoll, wenn sie dunkel, trocken, kühl und luftdicht verschlossen gelagert werden. essen-und-trinken.de – die Foodplattform im Internet – rät daher zu gut verschließbaren Gefäßen, wie zum Beispiel dunkle Gläser mit Schraubverschluss.
“Die Haltbarkeit von Gewürzen ist sehr unterschiedlich”, weiß Nadja Stavenhagen, Chefredakteurin von essen-und-trinken.de. “Am längsten halten sich die Aromen ungemahlener Gewürze wie Muskatnuss, Kardamomsamen oder Nelken.”
Einmal gerieben verflüchtigen sich die feinen Aromen sehr schnell. Daher behalten Gewürze in Pulverform nach dem Öffnen nur wenige Wochen ihren vollen Geschmack.
Mehr Informationen, Tipps, Tricks und Rezepte rund um das Thema Gewürze sind via Internet abrufbar unter www.essen-und-trinken.de/gewuerze.
Ein selbst zubereitetes romantisches Dinner bei Kerzenschein kann Türen öffnen und Herzen erwärmen – und das nicht nur zum Valentinstag. Das zumindest bestätigt eine europaweite Studie von Electrolux unter 11.000 befragten Personen in 11 Ländern: der Kitchen Theatre Report.
Demnach nutzen insgesamt über die Hälfte der Befragten (55 Prozent) ihre Kochkünste, um einen potenziellen Partner zu beeindrucken. Allerdings gibt es zwischen den Ländern erhebliche Unterschiede: Während 81 Prozent der Polen (1. Platz) und 66 Prozent der Russen (2. Platz) angaben, einen Gast mit einem exquisiten Essen für sich gewinnen zu wollen, bestätigten dies nur 56 Prozent der Deutschen, die damit den 7. Platz belegen. Am wenigsten nutzen offensichtlich die Holländer ihre kulinarischen Fertigkeiten; lediglich 35 Prozent der befragten Niederländer möchten die Dame bzw. den Herrn ihres Herzens mit einem selbst zubereiteten Essen betören.
Dass eine gemütliche Zusammenkunft am Essenstisch auch als verbindendes Element für andere funktionieren kann, zeigt die zweite Frage zum Thema Liebe im Rahmen des Reports. So nutzt fast ein Drittel der Befragten ein Essen, um Freunde oder Bekannte miteinander zu verkuppeln (27 Prozent). Besonders die Russen (44 Prozent, Rang 1) und Italiener (42 Prozent, Rang 2) scheinen eine gesellige Runde mit entsprechenden Hoffnungen zu verknüpfen. Deutschland belegt mit 18 Prozent den vorletzten Platz. Holland bildet mit lediglich 11 Prozent auch hier das Schlusslicht.
Greenpeace veröffentlicht Deutschlandkarte zu Gen-Mais-Feldern 200: Wie im Vorjahr bleibt Anbau von Gen-Mais in Deutschland die Ausnahme
February 11, 2008
Ab sofort kann auf einer Deutschlandkarte auf den Internetseiten von Greenpeace nachgesehen werden, wo genau in Deutschland Gen-Mais angebaut werden soll. Als Grundlage dienen die im Standortregister des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Daten. Bis letzten Freitag waren dort 4342 Hektar angemeldet. Dies sind 671 Hektar mehr als genau vor einem Jahr. Für diese Fläche erhalten die Gen-Bauern finanzielle Zuschüsse von der EU. Nach Berechnungen von Greenpeace belaufen diese sich auf etwa 1,2 Millionen Euro. Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage zeigt, dass rund 70 Prozent der Bevölkerung Subventionen für den Anbau von genmanipulierten Pflanzen ablehnen.
“Die Prognosen der Gentechnik-Industrie sind nicht eingetreten”, sagt Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace. “Die angemeldete Fläche für Gen-Mais hat sich im Vergleich zum letzten Jahr nicht dramatisch ausgeweitet. Auch in diesem Jahr wird der Anbau von Gen-Mais die Ausnahme bleiben und konzentriert sich auf einige wenige Landwirte und Regionen”.
Allein der Landwirt Jörg Piprek aus Hohenstein/Brandenburg hat in diesem Jahr 519 Hektar Gen-Mais zum Anbau angemeldet, dies sind 12 Prozent der Gesamtfläche. Dafür wird er mit rund 133.000 Euro von der EU bezuschusst. “Während der Anbau des riskanten Gen-Maises in anderen EU-Ländern wie beispielsweise Frankreich wegen Sicherheitsbedenken verboten ist, werden Gen-Bauern in Deutschland beim Anbau der riskanten Saat sogar finanziell belohnt. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer (CSU) handelt fahrlässig, wenn er den Anbau von Gen-Mais nicht auch in Deutschland verbietet”, sagt Brendel.
In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass nicht auf der gesamten registrierten Fläche Gen-Mais angebaut wird. Im Jahr 2007 wurden auf rund 1.000 Hektar weniger Gen-Mais angebaut, als zunächst im Standortregister angemeldet waren. Felder, auf denen Gen-Mais angebaut werden soll, müssen bis drei Monate vor der Aussaat gemeldet werden. Ob sich jedoch alle Landwirte an geltendes Recht halten und ihre Gen-Felder melden, ist unklar. Vergangenes Jahr deckte Greenpeace den illegalen Anbau von Gen-Mais auf. Der Gen-Bauer Piprek hatte auf einem Acker genmanipulierten Mais gepflanzt, ohne die Fläche anzumelden.
Mit über 120 Hektar angemeldeter Fläche im Raum Würzburg/Bayern, wird 2008 erstmals auch in Westdeutschland von Landwirten kommerziell Gen-Mais angebaut. Bisher beschränkte sich der Anbau von Gen-Mais in den westlichen Bundesländern auf Sortenversuche oder Versuchsanbau von staatlichen Einrichtungen oder der Gentechnik-Industrie. Dabei ist die Ablehnung der Gentechnik in Bayern besonders stark. Zahlreiche bayerische Landwirte sind aktiv und haben sich in über 45 Initiativen zu “gentechnikfreien Regionen” zusammen geschlossen. Auch die Kreisobmänner des Bayerischen Bauernverbandes lehnen in einem gemeinsam veröffentlichten Statement den kommerziellen Anbau von Gen-Pflanzen ab.
Der stern präsentiert “food+”
February 6, 2008
Erstmals präsentiert der stern “food+”, den Einkaufsführer für hochwertige Nahrungsmittel, der in Form eines stern-JOURNALS erscheinen wird. Vorgestellt werden Lebensmittel von hoher Qualität – ausgesucht und empfohlen von der stern-Redaktion.
So bietet “food+” dem traditionellen Lebensmittelhandwerk eine neue Plattform und lässt den Leser Freude und Genuss am Kochen sowie die Begeisterung für hochwertige Nahrungsmittel neu entdecken.
“food+” ist fester Bestandteil des stern sowie als Einkaufsführer herausnehmbar.
Das stern-JOURNAL “food+” erscheint in der stern-Ausgabe 17/2008 am 17. April 2008.
Greenpeace-Studie: Pestizid-Last im Essen weit unterschätzt
January 31, 2008
Selbst die besten staatlichen Lebensmittellabors können bei der Überwachung von Obst, Gemüse und Getreide mehr als die Hälfte der möglicherweise enthaltenen Pestizide nicht erkennen. Das ist das Ergebnis der Studie “Grenzen der Pestizidanalytik”, die Greenpeace heute veröffentlicht. Von den etwa 1350 bislang weltweit in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizidwirkstoffen können bestenfalls etwa 600 Wirkstoffe nachgewiesen werden. Die Labors der meisten deutschen Bundesländer erkennen sogar weniger als 400 Wirkstoffe. Rückstände der oftmals hochgiftigen Spritzmittel verbleiben häufig in den behandelten Pflanzen und belasten so auch in Deutschland verkaufte Lebensmittel. Greenpeace fordert einen Einsatz- und Zulassungsstopp für solche für die Überwachung praktisch unsichtbaren Gifte.
“Halb blind wäre noch geschmeichelt! Unsere staatliche Lebensmittelüberwachung kann die wahre Belastung von Obst, Gemüse und Getreide mit giftigen Pestiziden nicht einmal annähernd aufdecken”, sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. “Wir müssen davon ausgehen, dass weitaus mehr gesundheitsschädliche Spritzmittel in unserem Essen stecken, als bisher angenommen. Schuld daran sind die zu industriefreundliche Pestizid-Zulassung in Deutschland und der EU sowie Mängel bei der Überwachung durch die Länder.”
Die Studie erstellte Dr. Günter Lach, einer der führenden deutschen Experten für Pestiziduntersuchungen, auf Basis von Auskünften deutscher Lebensmittelkontroll-Labors. Lach empfiehlt: “Neue und optimierte Analyseverfahren müssen entwickelt werden. Ansonsten sollten Pestizidbelastungen von vorn herein vermieden werden.”
Allein in den letzten drei Jahren hat das zum Landwirtschaftsministerium gehörende Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Deutschland 38 Pestizidwirkstoffe zugelassen, von denen zwölf durch die Routineuntersuchungen der staatlichen Labors nicht erkannt werden. Beispiele dafür sind das Spritzmittel Amitrol des Chemiemultis Bayer CropScience, das in das Hormonsystem eingreifen kann und im Anbau von Äpfeln, Birnen und Wein erlaubt ist. Oder das vermutlich krebserregende Sulfosulfuron von Syngenta und Monsanto, das 2004 für den Weizenanbau erlaubt wurde.
“Es ist unverantwortlich, dass gefährliche Spritzmittel zugelassen werden, die nicht einmal ansatzweise überwacht werden können. Damit wird die Gesundheit der Verbraucher aufs Spiel gesetzt”, erklärt Krautter. “Minister Seehofer muss die Zulassung für solche im Essen kaum kontrollierbaren Pestizide sofort widerrufen. Die EU muss ihr Zulassungsrecht so ändern, dass derartige Pestizide nicht mehr auf den Markt kommen.” Greenpeace fordert zudem Lebensmittelproduzenten und den Handel auf, dafür zu sorgen, dass diese im Essen praktisch unsichtbaren Spritzmittel nicht mehr eingesetzt werden. Verbrauchern rät Greenpeace zu Bioware, die in der Regel komplett frei ist von künstlichen Pestiziden.
Die Studie “Grenzen der Pestizidanalytik” finden Sie auf www.greenpeace.de
Lebensmittel Zeitung: Stiftung Warentest will Werbung mit Testurteilen reglementieren
January 18, 2008
Die Stiftung Warentest will allzu freizügiger Werbung mit ihren Testurteilen einen Riegel vorschieben. Die Änderungen werden vor allem Handelsmarken betreffen. Dies meldet die Lebensmittel Zeitung (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main) in ihrer aktuellen Ausgabe 3/2008 vom 18. Januar 2008. Unternehmen wie Lidl und Penny haben bereits reagiert.
Bis zum Frühjahr will die Stiftung Warentest die derzeit noch als Empfehlungen formulierten Regeln zum Umgang mit den Testurteilen zu Bedingungen machen. Dies kündigt die für Produkttests zuständige Projektleiterin Dr. Birgit Rehlender im Interview mit der Lebensmittel Zeitung an. Man werde sich bei den Änderungen an den Vorgaben von Ökotest orientieren. Die Stiftung Warentest reagiert damit auch auf die Praxis im Lebensmitteleinzelhandel. So ist den Berlinern bewusst, dass kaum ein Händler der Empfehlung folgt, die getestete Charge mit anzugeben. Wie Testkäufe bestätigen, ist es zudem verbreitet, Handelsmarken mit einem einheitlichen Testurteil zu bewerben, obwohl die Inhaltstoffe voneinander abweichen. “Wir haben erkannt, dass es so nicht weitergehen kann”, erklärt Rehlender.
Der Handel hat indes bereits auf die LZ-Recherchen reagiert und einige mit Testurteilen beworbene Eigenmarken von den Websites
entfernt. Dieter Lamprecht, Geschäftsführer bei Deutschlands zweitgrößtem Discounter Lidl, nimmt die Anfrage der Frankfurter Fach- und Wirtschaftszeitung zum Anlass, um die Werbung mit den Noten der Stiftung Warentest generell zu überprüfen: “Sollte sich in Einzelfällen ergeben, dass bezüglich der Nutzung Korrekturen notwendig sind, werden wir diese unverzüglich umsetzen.”